Tagesordnungspunkt

TOP Ö 24: GRÜNE-Anfrage v. 01.06.2017
Bedarfsermittlung Soziales Wohnen

BezeichnungInhalt
Sitzung:22.06.2017   STVV/033/2017 
Beschluss:zur Kenntnis genommen
Vorlage:  FB 7/221/2017 

Zu prüfen sind insbesondere folgende Fragen:

 

1.    Wie ist die Entwicklung bei der Beantragung von Wohnberechtigungsscheinen bei der Stadt Karben in den letzten fünf Jahren? (hier kann der originäre Karbener Bedarf näherungsweise ermittelt werden)

2.    Wie viele Geflüchtete in den Gemeinschaftsunterkünften der Stadt Karben könnten auf Grund ihres Aufenthaltsstatus eine eigene Wohnung beziehen, finden aber aktuell keinen Wohnraum?

3.    Ist die These belegbar, dass Karbener in die Neubaugebiete ziehen und im Zentrum Personen mit Wohnberechtigungsschein bzw. innerhalb der Mietobergrenzen des Job Center einziehen?

4.    Wie ist die Einkommensstruktur der Karbener Neubürger? Entspricht diese der Verteilung der Bestandsbevölkerung, oder gibt es signifikante Abweichungen nach oben oder unten?

5.    Welche Wohnungsleerstände gibt es in Karben?

6.    Welche Potentiale gibt es im Bereich der Nachverdichtung in existierenden Wohnlagen?

Antwort:

 

Zu 1)

Wie ist die Entwicklung bei der Beantragung von Wohnungsberechtigungsscheinen bei der Stadt Karben in den letzten 5 Jahren?

2013                23
2014                21
2015                18
2016                14
2017                10 (Jan. – Mai)

 

Zu 2)

Wie viele Geflüchtete in den Gemeinschaftsunterkünften der Stadt Karben könnten aufgrund ihres Aufenthaltsstatus eine eigene Wohnung beziehen, finden aber aktuell keinen Wohnraum?

Einzelpersonen:             22
3 x Mutter + Kind:            6
2 x Familie (3 Pers.):        6
1 x Familie (4 Pers.):        4
1 x Familie (5 Pers.):        5
Gesamt:                            43

 

Zu 3)

Schon die Tatsache, dass Neubaumieten i. d. R. über den Mietobergrenzen liegen impliziert bereits, dass in diesen Gebieten  kaum Bewerber/innen mit WB einziehen.  Andererseits ist es aber Fakt, dass auch Bewerber mit WB in Karben Wohnraum finden, so dass der Umkehrschluss die These als zutreffend bestätigt.

Zu 4)

Hierzu gibt es keine empirischen Daten zumal es schon grenzwertig ist nach den Einkommen der Neubürger zu fragen. Gerade die Partei des Anfragestellers ist im Hinblick auf Datenschutz und Abfragung und Erfassung von Daten sehr sensibel.   Eine freiwillige Abfrage wird sicherlich keine große Aussagekraft haben. Allerdings lässt die Entwicklung der Einkommensgruppen unserer KITA Eltern den Schluss zu, dass sich die Einkommensgruppenverteilung in KARBEN in den letzten Jahren kaum verändert hat.

 

 Zu 5 )

Die Stadt Karben führt kein Leerstandskataster zumal dies nichts nützen würde, da es die freie Entscheidung der Eigentümer ist ob diese Ihre Wohnung / Haus vermieten wollen. Oftmals verzichten gerade ältere Mitbürger/innen auf Vermietungen, da die rechtlichen Rahmenbedingungen im Fall von Mietrückständen für private ältere Vermieter besonders problematisch sind.

 

Zu 6)

Zur Erschließung von innerörtlichen Baulücken  gibt es bereits ein Kataster für jeden Ortsteil. Diese Kataster können gerne bei einer der nächsten SuI Sitzungen erläutert werden.

Erste Resultate hieraus sind bspw. die B-Pläne „Frankfurter Str“ Kloppenheim oder Gördeler Str. Rendel oder Alte Str. Kloppenheim usw. usw.

Der Fokus zur Erhöhung der Zahl der Wohnungen darf nicht nur auf unbebauten Ackerflächen liegen, sondern wir, müssen uns auch einer gewissen Verdichtung im Innenbereich stellen ohne aber hierbei jede Grünfläche zu bebauen.