Tagesordnungspunkt

TOP Ö 41: GRÜNE-Anfrage v. 08.10.2017
Grünphasen für Busse

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.10.2017   STVV/035/2017 
Beschluss:zur Kenntnis genommen
Vorlage:  FB 5/267/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: GRÜNE Anfrage Grünphasen für Busse Dateigrösse: 89 KB GRÜNE Anfrage Grünphasen für Busse 89 KB

Frage:

Welche Ergebnisse hat die Prüfung des Magistrats in Bezug auf den mehrheitlich beschlossenen Antrag der GRÜNEN-Fraktion vom Frühjahr dieses Jahres bzgl. der Reaktivierung der Grünschaltung für Busse ergeben?

 

Antwort:

Die Grünzeitbeeinflussung funktioniert so, dass die Bordfunkgeräte eine Information an die Signalanlage schicken und so die Grünzeiten verlängern bzw. frühzeitiger anfordern können. Das erfolgt jedoch nur in einem festgelegten Rahmen und bedeutet nicht, dass der Bus so lange Grün erhält bis er den Knotenpunkt passiert hat. Das Telegramm des Bordfunkgerätes wird ausgelöst, wenn der Bus an einer Infrarotbake vorbeigefahren ist, welche sich in „Reichweite“ der Ampelanlage befindet.

In den Hauptrichtungen der L3205 und B3 erfolgt die Grünzeitenbeeinflussung für alle Fahrzeuge ohnehin durch Induktionsschleifen, der Bus kann lediglich  über das Bake/Funksystem diese Beeinflussung etwas früher auslösen.

 

Die damalige Konzeption wurde vor dem Hintergrund zahlreicher Verkehrsstaus in der Homburger Straße und der B 3 entwickelt.

Ziel war es, die zahlreichen Verspätungen der Busse aufgrund der Verkehrssituation abzubauen und Fahrzeiten gleichmäßiger gestalten zu können.

 

Die Prüfung hat folgendes Zwischenergebnis ergeben:

  1. durch die Anschaffung neuer Busse müssen alle Bordfunkgeräte neu eingebaut werden bzw. neue erworben werden
  2. gleiches gilt für  die Infrarotempfänger der Busse
  3. zudem müssen die Bordfunkgeräte neu justiert
  4. Aufgrund der veränderten Verkehrssituation sind die Baken-Standorte neu zu überplanen und die Steuerungsgeräte neu zu programmieren.
  5. Hinzu kommt, dass auch die Busse der Linie x27 (diese Linie wird bekanntlich von einem anderen Unternehmen bedient) ausgerüstet werden müssen. Da dieses Unternehmen nur einen geringen Anteil ihrer Fahrten in Karben durchführt, können hier auch nur einzelne Fahrzeuge umgerüstet werden – wobei diese dann nur im Bereich Karbens an wenigen Ampeln die Grünphasenanforderung einsetzen könnten.
  6. Des Weiteren müsste die neue LSA an der Kreuzung B3/Nordumgehung mit einer Grünzeitbeeinflussungsanlage nachgerüstet werden

 

Zu beachten ist dabei, dass

 

  1. die maximale Wartezeit der Busse 
    1. In den Nebenrichtungen (z. B. von der K 9 kommend oder aus der Brunnenstraße Richtung Petterweil) maximal 60 Sekunden dauert, Diese maximale Wartezeit gilt nur während der Hauptverkehrszeit und sofern der Bus exakt zu Beginn der Rotzeit an der LSA ankommt.
    2. In der Hauptrichtung (Homburger Straße, B 3) liegt die maximale Wartezeit bei 30 bis 40 Sekunden.

 

  1. Der geplante Bau von weiteren 3 Kreisverkehren (Gehspitze – Rathaus – Brunnenstr.) führt dazu, dass im Innenstadtbereich die Ampelanlagen ohnehin ersatzlos entfallen werden

 

Es stellt sich die Frage, ob dies einen erheblichen Finanzierungsbedarf für die Wiedereinführung der Grünanforderung rechtfertigt.