Tagesordnungspunkt

TOP Ö 18: FW Karben-Anfrage v. 02.02.2018
Flüchtlinge und deren Unterkünfte

BezeichnungInhalt
Sitzung:23.02.2018   STVV/037/2018 
Beschluss:zur Kenntnis genommen
Vorlage:  FB 7/292/2018 

Frage 1:                                         Wie viele Flüchtlinge hat Karben aktuell?

Antwort zu Frage 1:                 200 (Stand: 28.02.2018)
 

 

Frage 2:                                         Wie viele davon sind unbegleitete minderjährige
Ausländer (UMA)?

Antwort zu Frage 2:                 Unbegleitete minderjährige Ausländer fallen in die Zuständigkeit

                                                         des Wetteraukreises und werden nicht in den Gemeinschafts-unterkünften der Städte und Gemeinden untergebracht.

 

Fragen 2:                                      Wie viele wurden anerkannt?
Wie viele Personen wurden insgesamt anerkannt?

Frage 3:                                         Gibt es auch welche die in den Unterkünften wohnen, wo der Asylantrag abgelehnt wurde?

Antworten zu Fragen 2 und 3:
Hierzu kann keine umfassende Aussage getroffen werden, da uns der ausländerrechtliche Status in der Regel nicht mitgeteilt wird.
Aussagen zur Zahl der anerkannten können über den Wetteraukreis erfragt werden.
Allerdings können wir Ihnen mitteilen, dass von den in den Unterkünften in Karben lebende 200 Personen derzeit 48 anerkannte Asylbewerber sind.

 

Frage 4a: Wie kommen die hohen Nebenkosten zustande?

Antwort zu Frage 4a:               Da für die meisten Flüchtlinge ein sparsamer Umgang mit Heizung, Strom, Wasser sowie die Trennung von Müll oder gar Müllvermeidung ungewohnt sind, kommt es sicherlich vor allem hierdurch zu erhöhten Nebenkosten.
Hinzu kommt, dass die als Gemeinschaftsunterkünfte genutzten Gebäude schon älter sind und gerade die Heizungsanlagen und die Wärmedämmung modernen energetischen und sparsamen Anforderungen gerecht werden.

Frage 4b:                                      Gibt es bereits Maßnahmen um diese zu reduzieren?

Antwort zu Frage 4b:              Die städtischen Mitarbeiter/innen, die Sozialarbeiter/innen und sicherlich auch die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Tätigen weisen die Bewohner/innen immer wieder auf den sparsamen Umgang mit Heizung, Strom und Wasser sowie auf die Vermeidung von Müll hin.

                                                         Die Bewohner/innen werden auch immer wieder auf „richtiges“ Lüften und Heizen hingewiesen.
Ergänzend dazu wurden in einigen Unterkünften Flure, Toiletten und Duschräume mit Bewegungsmeldern ausgestattet, die die Beleuchtung regeln.
Derzeit wird versucht, durch Verlegen und Umzüge zu erreichen, dass die Unterkunft mit den höchsten Nebenkosten im Verhältnis zur Anzahl der Bewohner/innen nach und nach geräumt wird, damit diese mit Ablauf des Mietvertrages als Unterkunft aufgegeben werden kann.
Dies wird voraussichtlich im November 2018 möglich sein.

 

Frage 5a:                                      Wie ist die aktuelle Auslastung der Unterkünfte?

Antwort zu Frage 5a                Die Auslastung der Unterkünfte ist unterschiedlich und reicht von 100%, über drei Unterkünfte mit über 90% (95,5%, 92,6% und 90,00%) sowie einer Unterkunft mit 81,5 % bis hin zu der Unterkunft, die aufgegeben werden soll mit z. Zt. noch 52%.
Hierbei sagt die prozentuale Auslastung jedoch nichts darüber aus, inwieweit die vorhandenen Plätze belegt werden können. Ein Großteil der freien Plätze befinden sich in Mehrpersonen-zimmer, die entweder von Ehepaaren oder Familien bewohnt
werden und die keine Fremden einquartiert werden können, oder mit Personen einer bestimmten Nationalität belegt sind, zu denen nicht problemlos Personen anderer Nationalitäten zugewiesen werden können.

                                                         Bei den hier gemachten Angaben handelt es sich nur um eine Momentaufnahme, da die Stadt im 14-tätigen Rhythmus Zuweisungen erhält.

 

Frage 5b:                                      Ist absehbar wie lange diese noch benötigt werden? Aktuell gibt es immer weniger Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen.

Antwort zu Frage 5b:              Nein. Der Wetteraukreis weist in seinen ¼-jährlichen Quotenberechnungen jeweils darauf hin, dass sich die Zuweisungszahlen jederzeit wieder erhöhen können.

 

Frage 6:                                         Wieviel Aufsichtspersonen gibt es in den Unterkünften?

Frage 7:                                         Gibt es irgendwelche besonderen Vorkommnisse?

Antworten zu Fragen 6 und 7:

                                                         Die Unterkünfte werden montags – freitags täglich einmal von den Hausmeistern aufgesucht. Auch die Sozialarbeiter/innen und die Mitarbeiterinnen der Verwaltung sind in unregelmäßigen Abständen vor Ort.

                                                         Seitens der Flüchtlingshilfe Karben wurden „Hauspaten“ benannt, die den Bewohnerinnen und Bewohnern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

 

Frage 8:                                         Wie viele Polizeieinsätze und Notdienst Einsätze gab es 2017 in den Unterkünften?

Antworten zu Frage 8:            Die Leitstelle für den Rettungsdienst teilte uns auf unsere Anfrage hin mit, dass hierzu keine Informationen vorliegen.
Laut Auskunft der Polizeistation Bad Vilbel waren im gesamten Jahr 2017 23 Meldungen bzgl. Asylbewerber in Karben zu verzeichnen – dies umfasst neben Straftaten auch „verdächtige“ Wahrnehmungen jeder Art die zu keiner Straftat zu zählen sind.  Zudem dar man die Zahl von 23 „Meldungen“ nicht mit der gleichen Zahl von „Tatverdächtigen verwechseln, da wenige einzelne Personen für eine Vielzahl von Meldungen verantwortlich sind.