Tagesordnungspunkt

TOP Ö 29: LINKE-Anfrage v. 22.05.2018
Verhältnis Vollzeitstellen und Teilzeitstellen
und Stellen für geringfügig Beschäftigte
bei der Stadt Karben

BezeichnungInhalt
Sitzung:14.06.2018   STVV/039/2018 
Beschluss:zur Kenntnis genommen
Vorlage:  FB 1/318/2018 

Frage 1:

Welche Beschäftigungspolitik verfolgt Magistrat bei der Frage Schaffung von Vollzeit- und Teilzeitstellen, bzw. von Stellen für geringfügig Beschäftigte?

 

Frage 2.

Wie viele Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte im Verhältnis zu Vollzeitbeschäftigte sind bei der Stadt beschäftigt?

 

Frage 3:

Wie ist das Verhältnis innerhalb der einzelnen Fachbereiche?

 

Frage 4:

Wie viele volle Stellen könnten theoretisch durch Zusammenführung der Gesamtstundenzahl der Teilzeitbeschäftigten und geringfügig Beschäftigten mit ähnlichen Aufgaben geschaffen werden?

 

Frage 5.

Wird vor der Schaffung von neuen Stellen geschaut, ob gegebenenfalls Teilzeitstellen in Vollzeitstellen umgewandelt werden können? Wie sieht dies in der Praxis aus?

 

Antworten zu Fragen 1 – 5:

Vielen Dank für Ihre Anfrage – gibt diese uns doch die Gelegenheit einmal die Fakten und Hintergründe der Personalstruktur bei der Stadt zu erläutern.

Vorausschicken möchte ich den Hinweis, dass bei unseren derzeit Teilzeitbeschäftigten Kollegen/innen eine Vollzeitbeschäftigung gar nicht in deren aktuelle Lebensplanung passt

Aktuell sind bei der Stadt Karben und den Eigenbetrieben 329 Personen beschäftigt, davon sind gut 10% (32 Köpfe) Minijobber und rd. 40% (135 Köpfe)  in Teilzeit beschäftigt - wobei die Bandbreite bei Teilzeitbeschäftigten aktuell  von 9 Wochenstunden bis 36 Wochenstunden geht

Mit 12 Personen sind die meisten im Wertstoffhof (WSH) beschäftigt.Hinzu kommen noch Marktmeister, Mitarbeiter/nnen in den Außenstellen der Büchereien, Technik AG im JUKUZ und Aushilfen in den KITA Küchen.

Hintergrund für die Einstellung von Minijobbern ist i. d. R. das die zu erbringende Tätigkeit von der Sache her auf wenige Stunden  in der Woche begrenzt ist. So haben die Außenstellen in den Ortsteilbüchereien nur 2 bis 3 Wochenstunden geöffnet. Selbst bei der Besetzung aller Stadtteilbüchereien durch eine einzige Kraft würde noch nicht einmal eine halbe Stelle benötigt.

Der WSH hat über die Woche verteilt insgesamt  24 bis 27 Stunden geöffnet, wobei Dienstag 8 Stunden, Mittwoch bis Samstag je 4 Stunden im Winter und im Sommer Freitags 5 und Samstags 6 Stunden geöffnet sind.

Die JUKUZ Technik AG wird nur bei Veranstaltungen eingesetzt und kommt daher nur auf einzelne Stunden in der Woche.

Ähnlich ist es bei den Marktmeistern, da die Wochenmärkte nur für 3 bis 4 Stunden in der Woche benötigt werden.

All dies zeigt schon, dass hier kaum Vollzeitstellen besetzbar wären.

Entsprechend diesen Anforderungen sind hier auch in der Mehrzahl Personen beschäftigt, die entweder bereits im Ruhestand sind oder als Student sich noch etwas hinzuverdienen wollen, oder aus familiären privaten Gründen nur einen Minijob suchen.

 

Im Teilzeitbeschäftigungssektor ist es bspw. so, dass es sich um Küchenspringerkräfte oder Büchereimitarbeiter handelt – auch hier lassen die Dienst- bzw. Öffnunszeiten keine Vollzeitstellen zu.

So hat die Stadtbücherei eine Wochenöffnungszeit von 18 Stunden – selbst inkl. Vorbereitungszeiten sind hier nicht nur Vollzeitstellen möglich.

In den KITA Küchen werden die Mitarbeiter in der Essenszeit benötigt und nicht ganztags – insbesondere zur Mittagszeit werden eher zwei Kollegen/innen benötigt, um die große Zahl der Mittagessen und die Tätigkeiten hierum sicherzustellen.

 

In der Verwaltung und im Erzieher/innenbereich ist es dann in der Regel so, dass die Mitarbeiter oftmals von sich aus keine Vollzeitbeschäftigung wünschen.

Insbesondere wenn Kollegen/innen aus der Elternzeit kommen wünschen sich diese sehr oft eine Reduizierung Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit, um genügend Zeit für die Erziehung Ihrer Kinder zu haben.

 

Zudem sind wir rechtlich gehalten selbst bei der Ausschreibung von Vollzeitstellen daraufhinzuweisen, dass auf Wunsch der Bewerber/in auch die Teilung dieser Stellen in Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse mögliuch ist bzw. seinm muss, sofern dem keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen.

 

Ich hoffe dass diese Hintergrundinformationen und Fakten dazu beitragen das Verständnis für die Schaffung von Teilzeitstellen in jeglicher Bandbreite zu stärken.

Die Stadt Karben ist daran interessiert die betrieblichen Intertessen und die persönlichen Interessen und Planungen unserer Mitarbeiter/innen in Einklang zu bringen.