Tagesordnungspunkt

TOP Ö 28: SPD-Anfrage v. 14.10.2018
Kosten-Nutzen Analyse und Stand
der Planung Lückenschluss B3 sowie
4spuriger Ausbau B 3 nach Bad Vilbel Baugebiet

BezeichnungInhalt
Sitzung:02.11.2018   STVV/041/2018 
Beschluss:zur Kenntnis genommen
Vorlage:  FB 5/356/2018 

Fragen:

Wurde die im Haushaltsplan für 2018 vorgesehen Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt? Wieweit ist die Auswertung der Ergebnisse fortgeschritten?

 

4spuriger Ausbau nach Bad Vilbel:

Welche Erkenntnisse konnte die Stadt Karben aus der geplanten Verkehrszählung ziehen?

Wie waren die Spitzenwerte, wo wurden sie erreicht? Wie ist die Aufteilung Schwerverkehr zu Personenverkehr?

Gibt es Vorschläge zur Entlastung der Situation?

Welche Ergebnisse hat die Prüfung der Verlängerung der Einfädelspur Dortelweil ergeben?

Welche Maßnahmen Kurzfristmaßnahmen wurden in den Gesprächen mit Bad Vilbel präferiert?

Wurden die Vorschläge über Kurzfristmaßnahmen an die Behörden (Welche?) kommuniziert?

Hat sich Bad Vilbel an den Kosten der Kosten-Nutzenanalyse beteiligt?

 

Lückenschluss B3

Gibt es konkrete Vorschläge für die Gestaltung des Knoten 0 und der Anbindung der L3205 nach Auswertung Vorliegen der Verkehrszählung und nach Auswertung der Kosten-Nutzen Analyse?

Welche Maßnahmen werden derzeit im Magistrat diskutiert?

Wie ist der Stand der Vorplanung zum Anschluss der K9?

Ist die Kosten-Nutzen Analyse zu neuen Erkenntnissen über die Trassenführung gekommen?

 

Änderungsantrag zum Haushalt 2018 der CDU

2. Kosten-Nutzen-Analyse / Vorplanung B3-Ausbau

 

Beantragt wird die Einstellung von 50 T€ für eine Kosten-Nutzen-Analyse / Vorplanung B3-Ausbau. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen:

-     eine Verkehrszählung als Basis für eine Kosten-Nutzen-Analyse der einzelnen Bauabschnitte

-     eine Kosten-Nutzen-Analyse / Vorplanung für einen vierspurigen Ausbau zwischen Kloppenheim und Massenheim, einschließlich Prüfung einer Verlängerung der Einfädelspur Dortelweil bis zur Abbiegspur Massenheim als Kurzfristmaßnahme / als ersten Bauabschnitt

-     eine Kosten-Nutzen-Analyse / Vorplanung für den Lückenschluss / den Bau einer neuen Trasse zwischen Anschlussstelle Nordumgehung und Knoten 0

-     Vorplanung für die Anbindung der K9 nach Petterweil und des BBW

-     Knotenpunktverbesserungen vom Straßberg bis zum Knoten 0

 

o  Am Straßberg unter Berücksichtigung des geplanten Bahnausbaus /Lärmschutzes (ggf. Untertunnelung der Verbindung Straßberg nach Okarben mit ampelfreien Ein- und Ausfädelspuren auf die B3)

o  Am Knoten 0 möglichst kreuzungsfrei (Nutzung des Landschaftsprofils / der Senke am Knoten 0, Brücke B3 über L3205 mit Ein- und Ausfädelung)

Eine Zusammenarbeit, evtl. auch Mitfinanzierung, mit / durch die Stadt Bad Vilbel ist anzustreben.

 

 

Die aufgegliederten Fragen der Anfrage werden zusammenhängend beantwortet:

 

Im März 2018 fand im Hessischen Verkehrsministerium ein Abstimmungsgespräch statt, an dem auch Hessen Mobil und die Städte Bad Vilbel und Karben teilnahmen. Ziel war es abzustimmen, wie die Verkehrsuntersuchungen und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsablaufes - kurzfristige und langfristige – vorangebracht werden können und wie die Stadt Karben sich dabei auf der Grundlage des StVV-Beschlusses (Bereitstellung von 50.000 € für die Kosten-Nutzen-Analyse)  einbringen kann.

Bei der vom Land vorher durchgeführten Verkehrsuntersuchung gab es zwei Probleme. Zur Erstellung der Verkehrsprognose bestanden für das Rhein-Main-Gebiet verschiedene und unterschiedliche Prognosen zu Bevölkerungsentwicklung. Diese waren zunächst aufeinander abzustimmen. Das hat zur Verzögerung der Prognoseerstellung geführt.

Des Weiteren waren die Auswirkungen der Nordumgehung nach zu erheben. Hierbei bestand und besteht die Problematik diverser Straßenbaumaßnahmen, die unmittelbar auf die Nordumgehung wirken, wie zum Beispiel die Sperrung der K 246 und  der Ortsdurchfahrt Groß-Karben oder jetzt die Sperrung der OD Klein-Karben. Daher mussten in den vergangenen Monaten noch Nacherhebungen  durchgeführt werden. Diese fließen jetzt in die Verkehrsuntersuchung mit ein.

Im nächsten Schritt wird das Land Hessen in Simulationen klären, mit welchen Maßnahmen der Verkehr kurz- und langfristig leistungsgerecht abgewickelt werden kann. Die Ergebnisse werden der Stadtverwaltung am 19. Dezember vorgestellt und erläutert. Erst dann kann entschieden werden, wie weiter vorangegangen werden kann.